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Die Lofotfischer

  Die Lofotfischer

 

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Bibliothek  Die Lofotfischer - Stand 02.09.07    

 

  Johan Bojer "Die Lofotfischer" - "Den siste viking"

 

Buchumschlag - Die Lofotfischer

Der Roman wurde 1921 geschrieben.  
 
Erschienen in Deutsch ist er in der Beck'schen Verlagsbuchhandlung 1924 und in der Fischerbücherei 1955. Leider ist das Buch vergriffen und kann nur über das Antiquariat bezogen werden.

Historie  -  6. März 1890 

Vor einem 2 km langen und 100 m breiten Seitenfjord des Raftsundes, dem  Trollfjord, haben sich Dampfboote quer vor die Einfahrt in den Fjord gestellt, um den Nordlandbooten die Einfahrt zu verwehren. Sie wollen den Fjord mit Senknetzen selber leerfischen. Die Fischer in den Nordlandbooten stürmen die Dampfboote und erkämpfen sich mit Rudern und Bootshaken den freien Zugang zum Fjord. 
 
So wird es i
n dem Buch "Die Lofotfischer" beschrieben und so ähnlich ist es tatsächlich gewesen. Historisch gesehen war die   Schlacht am Trollfjord der erste große Kampf zwischen kapitalkräftigen Unternehmern und armen Fischern um die Ressourcen des Meeres. 
Diese Ereignisse beschäftigten daraufhin den Storting und letztendlich wurde 1893 die Fischerei mit Senknetzen u.a. als Folge der Schlacht im Trollfjord verboten. 
 
Gunnar Berg
, der bekannte Maler von den Lofoten, hat diese Schlacht gemalt. Dieses siebenteilige Bild ist heute im Rathaus von Svolvær zu besichtigen.

Johan Bojer  -  6. März 1872 - 3 Juli 1959 

Johan Bojer war ein populärer norwegischer Schriftsteller und Dramaturg, der oft über das Leben der armen Bauern und Fischer aus Trøndelag schrieb. 
 
Johan Bojer ist in Orkedalsøren, in der Nähe von Trondheim, geboren. Er war Sohn des Dienstmädchens Johanne Elgåen.  
 
Er verlebte eine harte Jugend ohne Elternhaus, bei Fischern und Bauern. Nach Versuchen als Handelsvertreter, Fischaufkäufer und Büroangestellter seinen Lebensunterhalt zu verdienen, fuhr er 1895, als er plötzlich von seinem Vater etwas Geld geerbt hatte, nach Paris. Dort traf er mit Hamsun und Strindberg zusammen und begann zu schreiben.  
 
Gleich mit seinem ersten größeren Roman "Ein Mann des Volkes" erregte er viel Aufsehen, Widerspruch und Zustimmung. "Die Lofotfischer", in denen er mit dichterischer Kraft das harte und gefahrvolle Leben seiner Jugend schildert, ist sein auf der ganzen Welt verbreitestes Buch.

Buchinhalt 

Der staværinger Kristaver Myran, seine Bootsmannschaft und das mit viel Schulden erworbene Boot "Robbe" fahren zum alljährlichen Dorsch-Fischfang zu den Lofoten. Erstmals dabei auch der älteste Sohn von Kristaver, Lars. 
Kälte, Glück, Fische, Nässe, Rorbuer, Lofoten, Wasser, Angst, Geld, Sturm - die ganze
Vielfalt der Erlebnisse eines Lofotfischers werden erlebt. 
 
Heimweh, Reichtum, Sehnsucht, Tod - nichts lässt der Roman aus. 
 
Eine der vielen eindrucksvollen Erzählungen in dem Buch ist die legendäre Schlacht im Trollfjord (s.o.).

Kommentar 

Das Buch ist eine sehr gute Quelle, um etwas über die Lofotfischer und deren Schicksal zu erfahren. Wer einmal die Lofoten erlebt hat, in dem beginnt das Buch zu leben. Bekannte Dörfer tauchen auf. An vielen Orten ist man selbst gewesen und kann den Fisch riechen, der hier gefangen wird. 
Sofern man im Trollfjord gewesen ist, kann man die Beschreibung der Schlacht live miterleben. 
 
Fazit:
Wer die Lofoten zu Hause vor dem Kamin erleben will - hier ist das Buch dazu.

Reisetipp

Abgesehen von den vielen Rorbuers auf den Lofoten ist die Fahrt mit der Hurtigruten in den Trollfjord eine der eindrucksvollsten Begegnungen mit diesem Buch und seiner tatsächlichen Geschichte.  
Wer einmal mit diesen großen Schiffen in den kleinen Trollfjord gefahren ist und miterlebt hat, auf der Stelle zu wenden und fast die Felswände zu berühren, der weiß, was ich meine. 
Wer es erleben möchte, der fahre mit dem Bus von Svolvær nach Stokmarknes und mit der Hurtigruten zurück nach Svolvær   weitere Trollfjordinfos.

 

 

 

 

 

 

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