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Der Roman wurde 1921
geschrieben.
Erschienen in Deutsch
ist er in der Beck'schen Verlagsbuchhandlung
1924 und in der Fischerbücherei
1955. Leider ist das Buch vergriffen
und kann nur über das Antiquariat
bezogen werden. |
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Historie - 6. März
1890
Vor einem 2 km langen und 100
m breiten Seitenfjord des Raftsundes, dem
Trollfjord, haben sich Dampfboote quer vor
die Einfahrt in den Fjord gestellt, um den
Nordlandbooten die Einfahrt zu verwehren.
Sie wollen den Fjord mit Senknetzen selber
leerfischen. Die Fischer in den Nordlandbooten
stürmen die Dampfboote und erkämpfen
sich mit Rudern und Bootshaken den freien
Zugang zum Fjord.
So wird es in dem Buch "Die
Lofotfischer" beschrieben und so ähnlich
ist es tatsächlich gewesen. Historisch
gesehen war die Schlacht am Trollfjord der
erste große Kampf zwischen kapitalkräftigen
Unternehmern und armen Fischern um die Ressourcen
des Meeres.
Diese Ereignisse beschäftigten
daraufhin den Storting und letztendlich
wurde 1893 die Fischerei mit Senknetzen
u.a. als Folge der Schlacht im Trollfjord
verboten.
Gunnar Berg, der bekannte Maler
von den Lofoten, hat diese Schlacht gemalt.
Dieses siebenteilige Bild ist heute im Rathaus
von Svolvær zu besichtigen.
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Johan Bojer - 6.
März 1872 - 3 Juli 1959
Johan Bojer war ein populärer
norwegischer Schriftsteller und Dramaturg,
der oft über das Leben der armen Bauern
und Fischer aus Trøndelag schrieb.
Johan Bojer ist in Orkedalsøren,
in der Nähe von Trondheim, geboren.
Er war Sohn des Dienstmädchens Johanne
Elgåen.
Er verlebte eine harte Jugend
ohne Elternhaus, bei Fischern und Bauern.
Nach Versuchen als Handelsvertreter, Fischaufkäufer
und Büroangestellter seinen Lebensunterhalt
zu verdienen, fuhr er 1895, als er plötzlich
von seinem Vater etwas Geld geerbt hatte,
nach Paris. Dort traf er mit Hamsun und
Strindberg zusammen und begann zu schreiben.
Gleich mit seinem ersten größeren
Roman "Ein Mann des Volkes" erregte
er viel Aufsehen, Widerspruch und Zustimmung.
"Die Lofotfischer", in denen er
mit dichterischer Kraft das harte und gefahrvolle
Leben seiner Jugend schildert, ist sein
auf der ganzen Welt verbreitestes Buch.
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Buchinhalt
Der staværinger Kristaver
Myran, seine Bootsmannschaft und das mit
viel Schulden erworbene Boot "Robbe"
fahren zum alljährlichen Dorsch-Fischfang
zu den Lofoten. Erstmals dabei auch der
älteste Sohn von Kristaver, Lars.
Kälte, Glück, Fische,
Nässe, Rorbuer, Lofoten, Wasser, Angst,
Geld, Sturm - die ganze Vielfalt der Erlebnisse
eines Lofotfischers werden erlebt.
Heimweh, Reichtum, Sehnsucht,
Tod - nichts lässt der Roman aus.
Eine der vielen eindrucksvollen
Erzählungen in dem Buch ist die legendäre
Schlacht im Trollfjord (s.o.).
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Kommentar
Das Buch ist eine sehr gute Quelle,
um etwas über die Lofotfischer und
deren Schicksal zu erfahren. Wer einmal
die Lofoten erlebt hat, in dem beginnt das
Buch zu leben. Bekannte Dörfer tauchen
auf. An vielen Orten ist man selbst gewesen
und kann den Fisch riechen, der hier gefangen
wird.
Sofern man im Trollfjord gewesen
ist, kann man die Beschreibung der Schlacht
live miterleben.
Fazit: Wer die Lofoten zu Hause
vor dem Kamin erleben will - hier ist das
Buch dazu.
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Reisetipp
Abgesehen von den vielen Rorbuers
auf den Lofoten ist die Fahrt mit der Hurtigruten
in den Trollfjord eine der eindrucksvollsten
Begegnungen mit diesem Buch und seiner tatsächlichen
Geschichte.
Wer einmal mit diesen großen
Schiffen in den kleinen Trollfjord gefahren
ist und miterlebt hat, auf der Stelle zu
wenden und fast die Felswände zu berühren,
der weiß, was ich meine.
Wer es erleben möchte, der
fahre mit dem Bus von Svolvær nach
Stokmarknes und mit der Hurtigruten zurück
nach Svolvær weitere Trollfjordinfos.
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