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©  Johannes Steinbrück - Sonnenaufgang über dem Raftsund                      white Originalfoto bei 

 

  Lofotansichten - Rückblick auf die Ereignisse im Dezember 2004

 

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Lofotansichten - Stand 20.01.05    

 

08.12.04
Es ist soweit, die Sonne ist unter dem Horizont und bleibt dort bis 5-6. Januar. Besonders winterlich ist es noch nicht, obwohl wir ein bisschen Schnee haben. Es ist Tauwetter und einige Regentropfen. Die Vorweihnachtszeit ist sonst ruhig und die Weihnachtsvorbereitungen laufen auch hier mit Volldampf.

In Svolvær ist das Hotel Aurora wieder pleite, das bedeutet wohl Kampf um die anderen Hotelbetten in Svolvær.

In Nusfjord haben Archäologen Überreste der ältesten Rorbuers der  Lofoten gefunden. Diese sind 500 Jahre älter als die Spuren von Kabelvåg. Das deutet darauf hin, dass der Fischfang auf den Lofoten viel älter ist, als bisher vermutet.

 

14.12.04
In Digermulen ist es im Moment 11 Grad. Es regnet viel und es ist fast schneefrei. Es ist stürmisch und die meisten Fähren wurden eingestellt. Zwischen Reine und Sørvågen, beim Reinebriggen, ging gestern eine große Lawine ab und seitdem ist der westlichste Teil der Lofoten isoliert. Die Lawine ist mehr als hundert Meter breit und weil das Wetter so schlecht ist, kann man mit den Räumungsarbeiten nicht anfangen. Die Wettervorhersage ist sehr schlecht, und es ist auch für morgen fast ein Meter Springflut gemeldet. Wird interessant zu sehen wie das wird.

 

16.12.04
Es ist wieder besseres Wetter und man hat ein bisschen Übersicht bekommen über das, was in die letzen Tagen passiert ist. Es war ein starker Sturm mit hohen Wellen und es waren die Wellen, die die meisten Schäden verursachten.
Die Straße nach Henningsvær wurde teilweise schwer beschädigt, weil die Wellen große Steinblöcke vom Meeresboden draufgeschleudert hatten. Teilweise ist auch der Asphalt weggerissen und die Leitplanken zerstört.
Die Valbergstraße wurde auch wegen solcher Steinblöcke gesperrt. Mindere Schäden entstanden auch an der Årsteinstrasse.

Die Straße nach Moskenes ist nach der Lawine wieder offen. Die Springflut hat in Henningsvær einige Häuser beschädigt und auch einige Autos sind schrottreif. Die Fähren wurden natürlich eingestellt und die Gimsøybrücke und die Tjeldsundbrücke waren gesperrt.

Vor dem Flughafen von Evenes wurden zwei Busse in den Graben geworfen, zum Glück ohne Verletzte.

 

19.12.04
Mit dem Unwetter hört es nicht auf. Freitagabend war die MS Lofotfjord von Reine nach Sørvågen mit 38 Passagieren unterwegs, weil die E10 bei Reinebriggen noch einmal von einer Lawine gesperrt war, als das Schiff im schlechten Wetter auf einen Felsen lief. Es ging alles sehr schnell und die Leute wurden hin und her geschleudert. Gott sei Dank wurde keiner getötet, aber viele wurden leicht verwundet. Zwei Fischerboote und ein Rettungshubschrauber konnten alle retten.

Heute ist Schneesturm, aber weiße Weihnachten ist unsicher.

 

27.12.04
Wir haben die ersten Weihnachtstage gut überlebt aber bis Heiligabend sah es nicht gut aus. Das Wetter war fast überall sehr schlecht, es gab gesperrte Straßen und gesperrte Flughäfen sowie eingestellte Fähren usw.

Donnerstag lagen z.B. auf die Strecke Langvassbukt-Lødingen (E10) sehr viele Autos und LKWs im Graben. Ein LKW wurde drei Mal nacheinander in den Graben geschleudert.

Aber Heiligabend kam wenigstens hier in Digermulen das schöne Wetter. Noch sieht es draußen wie auf einer Weihnachtskarte aus, mit reichlich Neuschnee, aber es ist 6 Grad plus und was dann kommt ist vielleicht nicht das Beste.


Geir Svendsen

 

Da Geir sehr gut deutsch spricht und schreibt, können Fragen an ihn zu Land und Leuten der Lofoten auch direkt gestellt werden -> geirsven@online.no

 

 

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