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  D/S Nordstjernen sinkt am 22. September 1954 vor Hanøy

 

graue Linie

 D/S Nordstjernen - Stand 01.08.10    

 

Am 16. Mai 1937 macht die D/S Nordstjernen ihre erste Probefahrt nach Oslo. Dort soll das Schiff dem Parlament und den Verkehrsbehörden gezeigt werden. Das Schiff kostet 1.913.000 Kronen.

Im Juni 1937 beginnt erste Fahrt in der Hurtigrute. Zu der Zeit beginnt die Rundtour um 21.30 Uhr in Bergen. 6 Tage später, um 04.00 Uhr am Morgen läuft das Schiff in Kirkenes ein.

Kurz nach Kriegsausbruch im April 1940 wird das Schiff von den Deutschen beschlagnahmt. Nordstjernen

Am 20. April 1944 liegt die D/S Nordstjernen auf der Werft in Bergen zur Reparatur. Es wird wieder von den deutschen Behörden beschlagnahmt. Diesmal übernimmt eine deutsche Besatzung das Schiff. Es wird als Truppentransporter eingesetzt, der verletzte Soldaten aus Nordnorwegen holt.

Am 20. September 1944 wird das Schiff bei der Evakuierung der Finnmark eingesetzt.

Bei Kapitulation am 31. Mai 1945 liegt das Schiff im Hafen von Mosjøen.

Ab 17. Juli 1945 wird die D/S Nordstjernen wieder in der Hurtigrute eingesetzt.

Am 04. November 1945 kommt es auf Dock. Im Februar 1946 kommt sie zurück in die Linie, unter dem Kapitän S. Strømberg.

Im Herbst 1947 wird das Schiff auf der Bergen Mekaniske Verksted (BMV) umgebaut. Dort erhält das Schiff Radar. Während der Zeit vertritt die D/S Lyra 2 das Schiff in der Hurtigrute.

Am 21. September 1948 läuft das Schiff bei Brønnøysund auf Grund. Es entsteht ein 4 Meter langer Riss im Vorderschiff. In der Rosenberg Werft in Stavanger erfolgt die Reparatur.

Am 22. September 1954 fuhr die D/S Nordstjernen durch den Raftsund, auf der nordgehenden Route von Svolvær nach Stokmarknes. An Bord des Schiffes befanden sich 207 Personen, darunter 46 Crewmitglieder. Gegen 1:00 Uhr wurde der Kapitän auf der Brücke abgelöst. Obwohl es sehr dunkel war in dieser Nacht, war das Radargerät aus nicht nachvollziehbaren Gründen ausgeschaltet und es wurde ausschließlich per Kompass und Sicht navigiert.

Um 2:10 Uhr fuhr die Nordstjernen bei Hanøy, im nördlichen Bereich des Raftsundes, auf Grund. Als Folge wurde der Rumpf an der Steuerbordseite aufgerissen. Das Wasser floss in den Last- und Kesselraum und das Schiff begann zu sinken.

Der zum Unglückszeitpunkt diensthabende Kommandant sagte später, dass ihn die Schatten der Berge getäuscht hätten und er dadurch zu weit nach Steuerbord gelenkt hätte.

Die Passagiere wurden alarmiert und aufgefordert, sich in die Rettungsboote zu begeben. Die Nordstjernen sendete gleichzeitig ein SOS-Signal nach Harstad, um Hilfe zu bekommen.

Zwei der Rettungsboote wurden mit den meisten Leuten an Bord zu Wasser gelassen, einige zogen es jedoch vor, an Land zu schwimmen.

Obwohl der Kapitän der Meinung war, dass er der Letzte ist, der von Bord geht, blieb noch ein Mann aus der Crew zurück. Der Mechaniker Alfred Skorpen war noch an Bord und suchte einige Dokumente, die er mitnehmen wollte. Der Heizer Ole Kristiansen hatte vorher zweimal nach ihm gesucht, ihn aber nicht gefunden. Dies wurde ihm nun zum Verhängnis und so sank er mit der Nordstjernen in die Tiefe.

Vier weitere Personen ertranken bei ihrem Versuch, die Küste schwimmend zu erreichen.

Die Passagiere und die Crew wurden auf Hanøy aufgenommen und versorgt, bis ein Schiff der Vesteraalske Dampskibsselskab sie abholte und nach Stokmarknes brachte.

Am nächsten Tag wurde das Wrack der Nordstjernen in 57 m Tiefe gefunden und es dauerte nicht lange, bis die Versicherung Taucher zum Wrack sendete. Sie sollten nachsehen, ob es sich lohnte, das Schiff zu bergen und wieder  instandzusetzen. Aber es war zu unwirtschaftlich und so entschloss man sich, dass letzte Dampfschiff der Hurtigruten auf dem Meeresgrund zu belassen.

Das einzige was die Taucher bargen, waren die sterblichen Überreste des Mechanikers Alfred Skorpen und die Schiffspost.

(Quellen teilweise: Thomas Müller - www.norwegische-postschiffe.de  , Nils Eldby,  Zeitungsartikel u.a.)
 

 

Unterwasseraufnahmen der D/S Nordstjernen

Folgende Webseiten enthalten Unterwasserfotos der D/S Nordstjernen:

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Zeitungsartikel zum Untergang

© alle aus der Sammlung von Dag-Jostein Andresen

Nordstjernen

 

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