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Raftsundbruecke

  Raftsundbrücke

 

graue Linie

 Raftsundbrücke - Stand 01.08.10    

 

Um ins Raftsundgebiet zu gelangen, fuhr seit 1976 bis Herbst 2001 täglich die Fähre von Svolvær über Brettesnes und Ulvåg, auf Store Molla, nach Digermulen. Bis zu diesem Zeitpunkt verkehrten lediglich Personenschiffe zwischen Svolvær und Digermulen.

Karte v. 1965Von dort konnte man seit Fertigstellung des Fähranlegers in Digermulen im Jahre 1976 die Raftsundstraße bis Kongselva befahren. Einige Jahre später ging es weiter mit der kleinen Fähre nach Hanøy. Myrland, heute ein kleiner Ort abseits der E10, war dann endgültig Endstation. Bis 1976 waren die Orte entlang des Raftsundes ausschließlich per Boot erreichbar (s. Karte links).


Eine Verbindung zur E10 gab es bis 1998 nicht und somit blieb das Raftsundgebiet auch nur den Touristen vorbehalten, die per Schiff den Raftsund befuhren, per Fähre nach Digermulen kamen oder das Schnellboot Svolvær - Narvik in Holandshamn verließen.

 

Am 9. Juni 1989 wurde der Weiterbau der E10 von Fiskebøl ins Raftsundgebiet beschlossen, um sowohl die Infrastruktur des Raftsundgebietes zu verbessern, als auch diese einmalige Landschaft dem Touristenverkehr zu öffnen. Baubeginn der sogenannten Lofast   war im Herbst 1993.

  Ausschnitt aus der Cappelens-Kart von 1965
  ohne Raftsundbrücke, ohne Fähren und ohne Raftsundstraße.
 

Raftsundbruecke1991 wurde ein Architektur-Wettbewerb ausgeschrieben, um das beste Design für eine Brücke zu finden, die sich am Besten in die Topographie dieser einmaligen Landschaft des Raftsundgebietes einpasst. Die Jury entschied sich für eine Betonkonstruktion der Fa. Aas-Jakobsen A/S aus Oslo.

1995 begannen die Planung und der Bau der Brücke von beiden Seiten des Raftsundes aus. Am 24.06.1998 wuchsen die beiden Brückenteile in der Mitte der Brücke zusammen und am 06.11.1998 wurde die Brücke eröffnet. Insgesamt wurde sie mit einem Kostenvolumen von ca. 14 Millionen Euro erstellt.

Zum Zeitpunkt der Eröffnung der Brücke war sie die längste freitragende Betonbrücke der Welt.

Ab Dezember 2007 ist die Raftsundbrücke der endgültig fährenfreie Zugang vom Festland zu den Lofoten. Zu diesem Zeitpunkt wird das letzte noch offene Teilstück der E10, zwischen Gullesfjord und dem Abzweig ins Raftsundgebiet, geschlossen. Das gesamte 30 km lange Projekt lief unter dem Namen Lofast  und verschlang ca. 125 Millionen Euro.

Vom Scheitelpunkt der Brücke hat man einen beeindruckenden Blick in den Raftsund und kann nachmittags gegen 16:00 Uhr von oben auf das Hurtigrutenschiff schauen.

Raftsund von Bruecke

Hurtigruten von Bruecke

 Blick von der Raftsundbrücke

 

 

Bauinfos zur Raftsundbrücke

 

Freivorbau

Baustoffe

Brückentafel 

Spannbeton

Pfeiler 

Stahlbeton

Überbau der Hauptöffnung 

Spannleichbeton

 

Abmessungen

 

Hauptspannweite

298 m

 

Gesamtlänge

711 m

 

Feldweiten

86 m - 202 m - 298 m - 125 m

 

Massen

 

Baustahl

3 500 t

 

Betonvolumen

14 700 m3

 

 

 

Brückenbauingenieur

Jan-Eirik Nilsskog

Quelle: Structurae

 

 

 

Bilder aus der Bauphase der Brücke
freigegeben von dem Bauingenieur der Brücke Jan-Eirik Nilsskog
 

 

 

 

 

 

 

 

 




 

 

 

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